Altmühl 1991

Nachdem wir, meine Frau und ich, 1990 nach der Öffnung der Grenze gen Westen das erste Mal auf bayrischen Flüssen unterwegs waren und den anderen Naturfreunden von herrlichen klaren und sauberen Flüssen berichtet hatten, wuchs der Wunsch, eine Gemeinschaftsfahrt dort zu unternehmen. Die Altmühl, von der wir schon einiges gehört hatten, war unser erstes Ziel. Die Fahrt hatte ich für den Zeitraum vom 9.5. bis 12.5. ausgeschrieben, der Startpunkt war Treuchtlingen und die Fahrt sollte bis Beilngries gehen. Wir waren zu sechst mit 4 Faltbooten, die Zeltausrüstung blieb in den Autos, die jeden Tag nachgeholt wurden. Gleich am ersten Tag fuhren wir durch eines der schönsten Wandergebiete, die wir bisher besuchten, vorbei an den Felsformationen der zwölf Apostel. In Solnhofen versäumten wir auch nicht einen Besuch des Fosilien-Museums. Unsere erste Tagesetappe endete am Biwakplatz bei Altendorf direkt am Wehr. Dieser Platz war recht spartanisch ausgerüstet, es war wohl mehr ein Biwakplatz für die vielen Radwanderer, Trinkwasser mußten wir im Ort holen.
Unser nächstes Tagesziel war Eichstädt. Hier fanden wir wieder einen Biwakplatz am Fluß mit Zugang zu einer Wasserstelle und Toilette im Park. Das Wetter hatte sich verschlechtert und schon nachts setzte Dauerregen ein. Weil keine Wetterbesserung in Aussicht war, beendeten wir hier die Fahrt. Abschließend stellten wir fest, daß die Altmühl ein schöner aber etwas träger Wanderfluß ist. Keiner der Zeltplätze zwischen Solnhofen und Eichstätt war vom Wasser aus zugängig. Man ist wohl dort mehr auf Radwanderer, Dauercamper und solche Wassersportler eingerichtet, die mit Plastebooten unterwegs sind und diese über längere Strecken auf dem Autodach transportieren können.

Fotos Kl. Schimpke  

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